Zur Startseite
Sie sind hier: Startseite » Jüdisches Leben » Mikwe und Schule
Gemäß einer Regierungsentscheidung vom 27. Juni 1867 war die israelitische Kultusgemeinde Oberelsbach „in Bezug auf religiöse Verhältnisse und Cultusbedürfnisse der Obsorge des Rabbinats Gersfeld trotz dessen Abtrennung von Bayern unterstellt“.
Sie gehörte später zum Distriktsrabbinat Bad Kissingen und teilte sich über mehrere Jahrzehnte mit der Nachbargemeinde Nordheim einen Religionslehrer, der seinen Sitz in Nordheim hatte; ehrenamtlicher Vorbeter und Schochet in Oberelsbach war bis zu seinem Tod am 8. März 1929 der Kaufmann Salomon Schloss, danach Max Frank.
Von Hermann Frank erhielt die israelitische Kultusgemeinde einen Anteil von zwei Drittel am 25. Juli 1877 im Anschluss zu 150 M geschenkt, ein Drittel wurde lt. notarieller Beurkundung vom 14. Januar 1897 um 150 M von Abraham Haas gekauft. Hier waren die jüdische Schule und die Mikwe untergebracht.
In der heutigen Steingasse 6, zuvor Haus Nr. 4, befand sich (damalige Haus-Nr. 186 a, Plan-Nr. 410 ½) das rituelle Bad der Israelitischen Kultusgemeinde Oberelsbach mit der Bezeichnung „Wohnhaus mit Backofen, Badestube und Gemüsegärtchen am Haus“. Der Zugang zur Mikwe war von der Steingasse ausgehend, dort befand sich eine Türe und eine Treppe führte in den Keller hinunter, wo das rituelle Tauchbad eingerichtet war. Herr Holzheimer (sein Vater hatte das Anwesen erworben) kann sich noch daran erinnern, dass er als Kind öfter dort hinein schaute und lediglich ein Wasserloch zu erkennen war. Er berichtete weiter, dass die Leute ihm erzählt haben, in dem Becken hätten die jüdischen Frauen „gebadet“. In diesem Haus sei auch die jüdische Schule gewesen. Das Haus wurde 1956 abgerissen und 1957 neu gebaut. „Die Eltern hatten immer einen feuchten Keller. Als später Kanalisation und Straße gemacht wurden, sah man den mit „Steinen gelegten Wasserkanal“ (früher auch Dohle genannt); das wurde weg gemacht. „Ab da hatten meine Eltern dann Ruhe mit der Feuchtigkeit im Keller. Man konnte aber nicht herausfinden, wo das Wasser herkam bzw. die Quelle war.“ Im oberen Stockwerk des Hauses hing noch in späteren Jahren eine Schiefertafel mit hebräischer Inschrift. Wo diese Tafel hingekommen ist, wusste weder Herr Holzheimer noch seine Schwester, Frau Dusel.
Dann kontaktieren Sie uns einfach jederzeit unter folgenden Kontaktmöglichkeiten:
Unser Kontaktformular finden Sie im Footer, ganz unten auf der Website.